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Was für eine Reise! Dass ich in meinem Leben einmal in Alaska sein würde, hätte ich wahrlich nicht gedacht. Ich habe den allertollsten Job und komme damit stempelnd um die Welt! Nachdem ich nun alle Fotos gesichtet und sortiert habe (es sind einige Hundert zusammengekommen), möchte ich dich nun rückblickend auf diese tolle Prämienreise mitnehmen. Es war einmal an einem schönen Tag im Juli 2018 ... Ach, das Ganze ist ja gar kein Märchen, auch wenn es mir manchmal so vorkommt *lach* Am 19.07. mussten wir in aller Frühe aufstehen, da wir nämlich schon um 04.30 Uhr zum Frankfurter Flughafen losmussten. Wir, das sind mein Mann, mein Sohn und ich - wobei mich meine beiden Männer lediglich am Flughafen "abgeliefert" haben und dann wieder zurück nach Hause sind (da hat mein Junior dann doch Tränchen verdrückt und ich wollte gar nicht ohne ihn weg). Ich habe die Prämienreise, wie schon letztes Jahr nach Thailand, alleine angetreten. Wobei ich nie wirklich alleine war, denn bei so vielen Gleichgesinnten auf dem Kreuzfahrtschiff (ca. 400 Demonstratoren mit Anhang, davon 50 deutsche Demos), findet sich immer ein Gesprächspartner und jemand, mit dem man zusammen frühstückt. Doch der Reihe nach!

Bei diesem Flug handelte es sich um die dritte Flugreise in meinem Leben. Nachdem ich die Reise nach Thailand im letzten Jahr jedoch gut überstanden hatte und nicht versehentlich in einem falschen Land gelandet bin, war ich nicht halb so nervös. Beim Einchecken wurde mein Handgepäck allerdings direkt auf Sprengstoff untersucht - was ganz eindeutig mein Fehler war. Ich hatte nämlich Koffer und Handgepäck schön gepackt, dann fiel mir ein, dass es vielleicht sinnvoll wäre, den Kulturbeutel ins Handgepäck zu tun, da ich ja vor Antritt der Kreuzfahrt eine Nacht im Sheraton Hotel in Seattle übernachten würde (da wir Deutschen es nicht rechtzeitig nach Seattle geschafft hätten, um das Kreuzfahrtschiff zu erreichen, durften wir auf Kosten von Stampin' Up! einen Tag eher anreisen - sehr praktisch!) und so meinen großen Koffer nicht auspacken müsste. Dumm nur, wenn man bei der Gepäckkontrolle nicht mehr daran denkt und behauptet, dass man keinerlei Flüssigkeiten darin hätte. Zum Glück haben sie die Nagelfeile und Nagelschere übersehen *hüstel*

Am Flughafen hatte ich mich mit meiner Demo-Kollegin Andrea und ihrem Mann verabredet, nach und nach trudelten immer mehr deutsche Demos ein und die Wartezeit bis zum Besteigen des Flugzeugs verging doch erstaunlich schnell. Allerdings dauerte es dann noch eine ganze Weile, bis wir endlich losfliegen konnten, denn plötzlich rückten Männer in gelben Warnwesten an und deuten unter den Flügel des Flugzeugs, den ich von meinem Platz aus bestens sehen konnte. Kurz darauf kam die Feuerwehr hinzu und der Kapitän ließ uns über Lautsprecher wissen, dass es technische Probleme gäbe, die zunächst geklärt werden müssen. Mit einer guten Stunde Verzögerung erhob sich das Flugzeug dann endlich in die Lüfte - ich gebe aber zu, dass ich anfangs doch ein mulmiges Gefühl hatte und hoffte, dass die Techniker den vermeintlichen Triebwerkschaden wirklich ausschließen konnten. Doch wie du siehst - oder vielmehr liest - bin ich heile gelandet :)


Feuerwehr

 
Ich hatte mir für den ca. 10-stündigen Flug einen Fensterplatz geschnappt, da ich dann nicht nur einen schönen Blick beispielsweise auf Grönland hatte ...


Groenland

 

... sondern mich mit dem Kissen wunderbar in die "Kuhle" kuscheln konnte. Allerdings musste ich feststellen, dass ich wieder einmal partout im Flieger nicht schlafen kann. Immerhin habe ich dann einige Filme geguckt, in die ich es nicht ins Kino geschafft habe :) Zudem hatte ich ein sehr nettes älteres Ehepaar neben mir sitzen, mit denen ich mich wunderbar unterhalten habe. Dennoch vergeht so ein langer Flug nicht gerade rasend schnell und ich war sehr froh, als wir endlich gelandet sind. Am Flughafen in Seattle angekommen, mussten wir durch eine Sicherheitskontrolle, die dermaßen überlaufen war, dass ich dort über eine Stunde angestanden habe! Einen Vorteil hatte das Ganze: Auf meinen Koffer musste ich nicht mehr warten, der drehte schon fröhlich seine Runden auf dem Gepäckband :) Ein Mitarbeiter von Stampin' Up! wartete - mit entsprechendem Schild in der Hand - bereits auf uns und hat uns zum Sammelpunkt gebracht, von wo aus es zum Sheraton Hotel ging. Sehr schön fand ich, dass uns die Busfahrerin während der Fahrt das eine oder andere über Seattle erzählt hat. Beispielsweise gab es dort den allerersten Starbucks, inzwischen sind es 1.200 - in einer einzigen Stadt! Allerdings ist Seattle die Stadt, die in Amerika am schnellsten wächst, denn jede Woche ziehen ca. 1.000 Menschen dorthin. Für mich als Landei sind das Dimensionen, die ich mir gar nicht vorstellen kann - zumal in unserem Dorf nicht einmal 1.000 Menschen leben ...


Seattle Bus


Wie man sieht, herrschte bei unserer Ankunft typisches Seattle-Wetter - trüb, grau, bewölkt. Laut der Busfahrerin gibt es in Seattle nur ca. 60 bis 80 Tage Sonnenschein im Jahr, ansonsten ist es grau und verregnet. Dennoch ist Seattle die Stadt in Amerika, in der die meisten Sonnenbrillen verkauft werden. Warum? Bei so wenigen Tagen, an denen diese benötigt wird, vergessen die meisten, wo sie ihre Sonnenbrille hingelegt haben und kaufen sich eine neue *lach*

Ein bisschen gruselig war es, wie steil es teilweise an den Straßen nach unten ging, wo wiederum andere Straßen kreuzten. Auf den Fotos konnte ich das vom Bus aus gar nicht so gut einfangen, aber hier zumindest ein kleiner Eindruck:


Seattle Bus 2


Im Hotel angekommen, habe ich wacker eingecheckt, mich ein wenig frisch gemacht und dann bin ich mit einigen Kolleginnen und deren Anhang los - ab in die "Cheesecake Factory", die gleich um die Ecke lag!


Cheescake Factory

Das war mein erster Besuch dort und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es nicht geschafft habe, ein Stück Käsekuchen zu essen. Dafür habe ich dort den leckersten BBQ-Burger meines Lebens genossen (danach war einfach kein Platz mehr für Nachtisch *schluchz*). Allerdings könnte einem auch schon glatt der Appetit vergehen, denn bei jedem Kuchen stand die Anzahl Kalorien bei - und diese bezogen sich leider nicht auf den kompletten Kuchen, sondern tatsächlich auf ein einziges Stück! Da waren auch schon mal knapp 1.600 und mehr Kalorien / Stück dabei ... Aber egal, ich hätte es dennoch getan, wenn ich nicht so schon geplatzt wäre :)


Cheescake Factory 2


Von dort aus ging es dann weiter zu "America's Eiffel Tower" - auch bekannt als "Space Needle", deren Bau im April 1961 begonnen hatte (oh ja, Reisen bildet! *g*). Die Eintrittskarte dafür hatte ich mir bereits vorab übers Internet gekauft, sodass ich nicht lange anstehen musste. Auf dem Weg dorthin sind wir auch am berühmten allerersten Starbucks vorbeigekommen. Unglaublich, wie lang die Schlange vor dem Geschäft war - und das nur, um hinterher sagen zu können, dass man dort einen Kaffee getrunken hat? Für mich, als Nicht-Kaffeetrinker, eher weniger nachvollziehbar ;)


Starbucks


Erstaunlich fand ich, wie steil die Straßen in Seattle teilweise sind! Da konnte man schon mal ins Schnaufen kommen. Kein Wunder, dass die Dame im Hotel meinte, wir sollten lieber zur Space Needle fahren :) Aber wir, als gute Touristen, sind stattdessen gelaufen und haben dafür mehr von der Gegend gesehen. Und dann tauchte endlich auch die Space Needle zwischen all den Hochhäusern auf (schon erstaunlich, dass man so ein hohes Gebäude inmitten all der Umstehenden aus den Augen verlieren kann).


Spaceneedle 2


Nachdem ich dort eine Runde durch den riesigen Souvenir-Shop gedreht habe (ich glaube, es wurde auf jeden greifbaren Artikel einfach das Logo der Space Needle gedruckt - sogar auf Hundeleckerchen!), ging es schließlich hinauf. 184 Meter, dank Fahrstuhl in gerade einmal 43 Sekunden! Für mich, die ich Höhenangst habe, war es schon eine kleine Herausforderung, mich dort hinauf zu wagen ... Die Aussichtsplattform ist natürlich rundherum mit Glasscheiben abgesichert. Da im Innern des Gebäudes jedoch Licht brannte, reflektierte dieses ganz fürchterlich im Glas, was auf den Fotos einfach nicht schön aussah. Zwischen den Glasscheiben war jedoch immer etwas Luft (im wahrsten Sinne des Wortes), also habe ich die Zähne zusammengebissen, mich ganz nah an die Glasscheiben gewagt und zwischen diesen hindurch fotografiert. Ich hatte echt Bammel, dass mir mein Handy dort hinunterfällt. Aber für die Fotos hat es sich gelohnt.


Spaceneedle 3

 

An sich wäre ich gerne noch etwas länger geblieben, um nicht nur die sogenannte "Blaue Stunde" zu erwischen, sondern auch noch Seattle bei Nacht von dort oben aus zu sehen. Aber wir waren alle richtig, richtig müde und haben uns dann doch auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Einen wunderschönen Blick auf die Space Needle hatte ich dann aber noch:


Spaceneedle 4


Und dieses Foto wurde dort von uns gemacht - und ja, der Download war sogar kostenlos:


Spaceneedle 5(v.l.: Markus und Andrea, ich, Gesche und ihr Mann Maik)


Bis ich schließlich im Bett lag, war ich eine ganze Ecke über 30 Stunden wach! Allerdings hatte mich der Jetlag voll im Griff und so bin ich nach zwei Stunden wieder aufgewacht (1.00 Uhr Nachts Ortszeit) und konnte nicht mehr einschlafen. So habe ich die Zeit und das Hotel-WLAN-genutzt, um mich mit dem Verkäufer meiner USA-SIM-Karte auseinanderzusetzen (dank Zeitverschiebung von 9 Stunden passte das), denn die SIM-Karte tat leider schlichtweg gar nichts. Nach viel Hin und Her hat sich herausgestellt, dass dies (angeblich) an meinem Handymodell liegt. Ich gebe zu, das hat mich dann doch nervös gemacht - so weit von Zuhause weg, Mann und kleines Kind nicht dabei und nicht erreichbar ... Meine Demo-Kollegin Melli war aber so lieb, mir während der Reise immer wieder ihr Handy zur Verfügung zu stellen, sodass ich meinem Mann ab und an eine WhatsApp schicken konnte (zumal er während der Reise auch Geburtstag hatte). Ich war ihr so dankbar!

So, für heute verabschiede ich mich mit einem Selfie vor dem Hotel (ich habe festgestellt, dass Selfies gar nicht so einfach sind und ich ständig total dämlich darauf aussehe *g*) - in den nächsten Tagen wird es weitere Berichte von der Prämienreise geben, also unbedingt vorbeischauen :)


Sheraton

 

Kommentare (8)

  1. Martina B.

Was für tolle Aufnahmen! Und was für eine anschauliche Story!! Mit der Art und Weise Deiner Schilderung nimmst Du mich nachträglich auf diese Reise mit. Für mich als Leserin nicht schön - aber dramaturgisch vollkommen korrekt - ist das "abrupte" Ende ... wo ich mich doch gerade sooo schön hineinversetzt hatte
Ich freue mich bereits jetzt auf die vielen Fortsetzungen
Hast Du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, neben dem Basteln von den wunderschönen Minialben mal ein Mini-Buch mit Deinen Reiseberichten nebst Fotos zu werkeln? Das stelle ich mich auch ganz toll vor.
Liebe Jana, ich wünsche Dir noch einen schönen kreativen Tag.
Liebe Grüße
Martina

  Guest
  1. Jana    Martina B.

Ich freue mich sehr, dass dir der erste Teil meines Reiseberichts gefällt, Martina! Ich hoffe, dass ich die Fortsetzung schnell geschrieben bekomme, damit du weiterlesen kannst Ich glaube aber, direkt ein Buch wird nicht daraus - aber vielleicht komme ich irgendwann dazu, ein Fotoalbum mit ein paar Anekdoten zu erstellen.

Liebe Grüße
Jana

  Guest
  1. Christiane Gercke

Ich kann mich nur anschließen, viel zu kurz aber wunderschöne Bilder und sehr spannend geschrieben! Und "Jana`s Reisen durch die Welt" würde ich auch gerne lesen!
LG Christiane

  Guest
  1. Jana    Christiane Gercke

Herzlichen Dank, liebe Christiane! Ich freue mich, dass ich euch mit meinem Geschreibsel nicht langweile

Viele Grüße
Jana

  Guest
  1. Guest

Dein Bericht liest sich wunderbar! Die Fotos sind phantastisch! Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

  Guest
  1. Jana    Monika Müller

Herzlichen Dank, das ist total lieb von dir!

Viele Grüße
Jana

  Guest
  1. Gabi Neumann

Was für eine tolle Reise und was für beeindruckende Fotos. Wahnsinn was du so alles erlebst und das mit Stempeln und Schachteln machen Freue mich schon auf den nächsten Bericht .
Liebe Grüße
Gabi

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  1. Jana    Gabi Neumann

Liebe Gabi,

ich freue mich, dass dir mein Bericht und die Fotos gefallen! Es ist schon toll, wenn man sein Hobby zum Beruf machen und dabei so wunderbare Dinge erleben kann - allerdings darf ich mich dafür inzwischen den Großteil meiner Zeit mit Buchhaltung & Co. beschäftigen ...

Viele Grüße
Jana

  Guest
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